Der Wirtschaftsbund Österreich stellt schon seit einigen Jahren monatlich den WB-Stellen- und Lehrstellenmonitor zur Verfügung. Dabei werden offene Stellen vom AMS aber auch von Online-Jobplattformen wie karriere.at oder willhaben.at gezählt. Seit September 2025 gibt es auch den monatlichen Vollzeitradar. Mit dem Vollzeitradar wird auch der Anteil an Voll- und Teilzeitstellen an der Gesamtzahl offener Stellen ausgewertet. Die Daten werden von technischen Analysten der IT und Software Firma Texterous zusammengetragen.
Der Wirtschaftsbund-Stellenmonitor zeigt zu Jahresbeginn erste Anzeichen einer leichten Belebung am Arbeitsmarkt. Im Jänner 2026 wurden österreichweit 166.072 offene Stellen gemeldet. Diese Entwicklung geht einher mit dem moderaten Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent im vierten Quartal 2025. „Die Zahlen zeigen, dass sich die Stimmung in den Betrieben langsam verbessert. Unternehmen beginnen wieder vorsichtig, nach vorne zu schauen und Personal zu suchen. Das ist ein wichtiges Signal nach einer langen Phase der Unsicherheit“, sagt Generalsekretärin Tanja Graf.
Entscheidend sei nun, diesen zarten Aufwärtstrend zu stabilisieren. „Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts, Leistungsanreize wie steuerfreie Überstundenzuschläge sowie der Einsatz für internationale Partnerschaften und Handelsabkommen tragen dazu bei, Beschäftigung zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Jetzt gilt es, konsequent dranzubleiben“, so Graf. Der Anstieg der offenen Stellen zeige, dass Betriebe wieder Vertrauen fassen. Damit sich diese Entwicklung fortsetzt, brauche es gezielte Entlastungen und bessere Rahmenbedingungen. „Wer Arbeitsplätze schafft, darf nicht ausgebremst werden. Gleichzeitig müssen wir das Potenzial der Arbeitssuchenden besser nutzen und offene Stellen rascher besetzen“, betont Graf.
„Wenn es gelingt, Betriebe zu stärken, Leistung attraktiv zu halten und offene Jobs mit qualifizierten Arbeitskräften zu besetzen, kann aus den ersten positiven Signalen ein nachhaltiger Aufschwung werden – für Beschäftigung, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand in Österreich“, so Graf abschließend. Im Burgenland wurden im vergangenen Monat 3.333 offene Stellen verzeichnet – davon waren lediglich 379 ausschließliche Teilzeitstellen. Die meisten Jobs gibt es in den Bereichen Handel und Soziales.
Die Zahlen im Detail:
