Der Wirtschaftsbund Österreich stellt schon seit einigen Jahren monatlich den WB-Stellen- und Lehrstellenmonitor zur Verfügung. Dabei werden offene Stellen vom AMS aber auch von Online-Jobplattformen wie karriere.at oder willhaben.at gezählt. Seit September 2025 gibt es auch den monatlichen Vollzeitradar. Mit dem Vollzeitradar wird auch der Anteil an Voll- und Teilzeitstellen an der Gesamtzahl offener Stellen ausgewertet. Die Daten werden von technischen Analysten der IT und Software Firma Texterous zusammengetragen.
„Die Trendumkehr ist eingeleitet. Jetzt müssen wir die richtigen Maßnahmen setzen, um den Aufschwung nachhaltig abzusichern“, sagt Generalsekretärin Tanja Graf. Der aktuelle Wirtschaftsbund-Stellenmonitor zeigt im März mit 163.172 offenen Stellen weiterhin eine stabile Nachfrage am Arbeitsmarkt. Nach 164.349 offenen Stellen im Februar bleibt das Niveau hoch und signalisiert, dass Unternehmen wieder vorsichtig Vertrauen fassen, Personal suchen und in Wachstum sowie Ausbildung investieren. Im Burgenland gibt es derzeit 4.030 offene Stellen – vor allem in den Bereichen Tourismus, Gastgewerbe und Handel. Fast 90% der ausgeschriebenen Arbeitsplätze sind Vollzeitstellen.
Das makroökonomische Umfeld hat sich durch den Iran-Konflikt allerdings eingetrübt und bleibt herausfordernd. Umso wichtiger ist es, den eingeschlagenen Aufwärtstrend konsequent abzusichern. Gleichzeitig hat der Bund seine Konsolidierungsziele für 2025 erreicht – vor allem durch konsequente Einsparungen auf der Ausgabenseite. Rund zwei Drittel der Budgetkonsolidierung wurden dadurch umgesetzt und es wurden bereits Spielräume für gezielte Impulse geschaffen.
Für Graf ist klar: „Jetzt kommt es darauf an, diese Spielräume richtig zu nutzen. Die Senkung der Lohnnebenkosten ist der entscheidende Hebel, um Betriebe zu entlasten, Beschäftigung zu fördern und den Standort nachhaltig zu stärken. Wir sehen erste positive Entwicklungen, aber noch keine Entwarnung. Gerade in einem schwierigeren internationalen Umfeld gilt: Lohnnebenkosten müssen endlich gesenkt werden, damit Unternehmen investieren, Arbeitsplätze schaffen und der Aufschwung dauerhaft gelingt.“
Die Zahlen im Detail:
